Italien – das Land der schnellen Kaffees

Im Gegensatz zur typisch deutschen Kaffeetafel, an der man sich gemütlich hinsetzt, steht der schnelle Kaffee in der italienischen Kaffeebar. Hier wird der Kaffee typischerweise im Voraus bezahlt und im Stehen getrunken. Man trinkt schnell und vor allem Espresso. Leckereien mit Milchschaum, die in Deutschland als Inbegriff italienischer Kaffeekultur gelten, spielen in Italien selbst eine untergeordnete Rolle.

Eines aber haben die Kaffeetraditionen diesseits und jenseits der Alpen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, gemeinsam: Der Kaffeegenuss ist immer auch eine Gelegenheit, den Alltag zu unterbrechen, Neuigkeiten zu erzählen und zu hören und ganz allgemein Geselligkeit zu pflegen.

In Italien besonders geliebt – viele kleine Kaffeepausen

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Der Italiener legt über den Tag verteilt meist mehrere kleine Kaffeepausen ein, um sich in der Bar um die Ecke einen Espresso zu gönnen und sich mit Nachbarn, Bekannten oder Kollegen auszutauschen. Auf dem Weg zur Arbeit, unterwegs oder einfach zwischendurch.

Noch in den 1980er Jahren sollen italienische Beamte auch während der Arbeitszeit einen Kaffee getrunken haben.

Das Verbot solcher Kaffeepausen während der Arbeitszeit löste damals ein Medienecho aus, bei dem man in Italien nicht zuletzt um die nationale Identität fürchtete.

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