Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Es zeigen in letzter Zeit immer mehr Studien, dass Kaffee gar nicht so ungesund ist wie bislang vermutet, sondern im Gegenteil sogar auch gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist.

Positive Effekte des Kaffees

Man geht davon aus, dass die Antioxidantien (Stoff, der freie Radikale fängt) des Kaffees vor bestimmten Krebsarten schützen. Zum Beispiel entdeckte man an der Universität von Ottawa, dass ein täglicher Kaffeekonsum von 6 Tassen bei Frauen das Brustkrebsrisiko um 70 % senken könne. Dies gelte auch für Nieren-, Blasen- und Dickdarmkrebs.

Forscher von der Wayne State University in Detroit haben herausgefunden, dass regelmäßiger Genuss von Kaffee offenbar vor „nicht melanomartigem Hautkrebs (NMHK)“ schützt. Frauen, die mindestens sechs Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten ein um 30 % geringeres Risiko, an NMHK zu erkranken als Frauen, die keinen Kaffee tranken.

Die Forscher vermuten, dass die antioxidativen Eigenschaften von Koffein dafür verantwortlich sind.

Negative Effekte des Kaffees

Bei übermäßigem Konsum von koffeinhaltigem Kaffee können folgende Nebenwirkungen und toxische Symptome auftreten:

  • Tachykardie, roter Kopf
  • Unruhe, Nervosität
  • Schlaflosigkeit
  • Konvulsionen- Schüttelkrämpfe
  • leichte Abhängigkeit mit entsprechend milden Entzugssymptomen wie Kopfschmerz
  • Sodbrennen und Reflux
Bild zeigt Beitragsbild 2: Ist Kaffee gesund oder ungesund

In jedem Fall regt koffeinhaltiger Kaffee die Produktion von Magensäure und die Kontraktion der Gallenblase an.

Kaffee wird aufgrund des Koffeingehaltes eine aufmunternde Wirkung zugeschrieben. Trinkt man jedoch ca. eine Viertelstunde vor dem Schlafengehen den Kaffee, so schläft man besser ein, da das Schlafzentrum im Gehirn dann besser durchblutet wird. Wartet man jedoch zu lange, beginnt das Koffein zu wirken.

Es wurde wissenschaftlich widerlegt, dass der Genuss von Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Das Getränk Kaffee ist sogar ein wichtiger Teil der täglichen Gesamt-Wasserzufuhr. In der Flüssigkeitsbilanz kann Kaffee so wie jedes andere Getränk behandelt werden. Es ist richtig, dass das enthaltene Koffein einen harntreibenden Effekt hat. Dieser Effekt ist jedoch nur vorübergehend und wird regelmäßig durch Kompensationsmechanismen im Körper ausgeglichen.

Das oft zum Kaffee dargebotene Wasser in der Gastronomie dient lediglich zur Geschmacksneutralisierung und nicht zum Ausgleich des Wasserhaushaltes.

Apropos Geschmack: Kaffee kann je nach Tageszeit auch unterschiedlich schmecken. Er harmoniert nicht mit allen Speisen gleich gut. So gibt es zum Beispiel Menschen, denen übel wird, wenn sie Laugengebäck zum Kaffee essen. In Deutschland gibt es Kaffee und Kuchen zur Nachmittagszeit. Bei Obstkuchen beeinflusst die Obstsäure den Kaffeegenuss. Hier ist es besser, beides nacheinander zu genießen und zwischendurch Wasser zu trinken.

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